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Stundensatz-Rechner für Selbstständige

Wie viel musst du pro Stunde verlangen, damit am Ende des Jahres dein Wunsch-Gewinn auf dem Konto landet? Gib unten ein, was du verdienen willst und der Rechner zeigt dir live deinen Mindest-Stundensatz, inklusive Urlaub, Krankheit, Akquise und Steuern.

Was soll am Ende für dich übrig bleiben? Vor Versicherungen, Sprit, allem.

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Tage
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Wie viele Stunden willst du pro Woche tatsächlich arbeiten?

20 %50 %90 %

Wie viel deiner Arbeitszeit kannst du wirklich an Kunden abrechnen? Der Rest ist Akquise, Buchhaltung, Pausen, Weiterbildung.

Versicherungen, Software, Büro, Geräte, Steuerberater, alles was du tatsächlich bezahlst.

Typische Pauschalen zum Schnellauswählen
Home-Office-Pauschale (1260 €)
6 € pro Arbeitstag zu Hause, max 1.260 € im Jahr (210 Tage). Seit 2023 dauerhaft, kein separates Arbeitszimmer nötig.
Arbeitsmittel-Pauschale (110 €)
Pauschale für Arbeitsmittel wenn du keine Einzelnachweise sammeln willst. Höher absetzbar bei nachgewiesenen Kosten.
Verpflegungsmehraufwand (typisch) (800 €)
Bei Auswärtstätigkeit: 14 € (8+ h) oder 28 € (24 h). Beispielwert für ~30 auswärtige Tage im Jahr.
Fortbildung / Fachliteratur (500 €)
Kurse, Konferenzen, Bücher die du dir sowieso kaufst. Konservativer Schätzwert.

Das ist kein Steuerrat. Frag im Zweifel deinen Steuerberater oder nutz Offio, das die Pauschalen-Logik in jeder EÜR automatisch berücksichtigt.

Posten die nur dein zu versteuerndes Einkommen senken, ohne dass Geld abfließt. Klassiker findest du unter dem Feld.

Einkommensteuer + Soli + Sozialabgaben. Typisch zwischen 25 und 42 %.

Dein Mindest-Stundensatz
76 €
(gerundet auf 5er-Schritte: 80 €)
Arbeitstage pro Jahr212 Tage
Arbeitsstunden pro Jahr1.696 h
Davon abrechenbar1.018 h
Brutto-Umsatz nötig / Jahr77.429 €
So lesen: Dieser Satz ist dein Mindestsatz, damit du am Ende des Jahres dein Ziel netto erreichst. Was darüber hinaus geht, ist Puffer für Investitionen, Rücklagen oder mehr Freizeit.

Stundensatz gefunden? Jetzt sauber abrechnen.

Mit Offio schreibst du Rechnungen in 30 Sekunden, automatisch GoBD-konform archiviert. Kunden, Vorlagen und Steuersätze werden gespeichert. Ab 9,90 € pro Monat.

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Warum der einfache Stundenlohn nicht reicht

Viele Einsteiger rechnen so: 50.000 € im Jahr / 1.760 Stunden (40h × 44 Wochen) = ungefähr 28 € pro Stunde. Klingt vernünftig, ist aber katastrophal, weil dabei drei große Posten ignoriert werden: Steuern und Sozialabgaben, Betriebskosten, und die schlichte Tatsache, dass du als Selbstständiger nicht jede Arbeitsstunde tatsächlich an einen Kunden verkaufst.

So funktioniert die richtige Rechnung

Stundensatz-Kalkulation in vier Schritten:

  1. Wunschgewinn netto festlegen. Was soll am Ende für dich übrig bleiben?
  2. Betriebskosten draufrechnen. Versicherungen, Software, Steuerberater, Büro, Hardware-Abschreibung.
  3. Auf Brutto hochrechnen. Einkommensteuer plus Sozialabgaben fressen typischerweise 25 bis 42 Prozent deines Gewinns weg.
  4. Durch die abrechenbaren Stunden teilen. Nicht durch alle Arbeitsstunden, sondern nur durch den Teil, den du wirklich an Kunden fakturieren kannst. Das sind bei Solo-Selbstständigen meistens 50 bis 70 Prozent.

Freelancer-Stundensatz, was üblich ist

Wer als Freelancer arbeitet (vor allem in IT, Beratung, Design, Marketing), bewegt sich in Deutschland 2026 typischerweise in diesen Bandbreiten:

  • Webentwicklung / Backend: 70 bis 130 Euro netto pro Stunde, Senior und Spezialisten bis 180 Euro.
  • UI / UX Design: 60 bis 110 Euro netto pro Stunde.
  • Texten / Content: 50 bis 90 Euro netto pro Stunde, bei Fach- oder B2B-SEO eher 80 bis 130.
  • Strategie- / Unternehmensberatung: 120 bis 250 Euro, Top-Beratung deutlich darüber.
  • Marketing / Performance: 80 bis 140 Euro.

Unter 50 Euro pro Stunde lohnt sich vollberufliche Selbstständigkeit in Deutschland nicht, weil Steuer, Sozialabgaben und unbezahlte Zeiten den Großteil deiner Einnahmen auffressen. Wer Freelancer wird, sollte direkt mit mindestens 70 bis 80 Euro starten und sich nach oben arbeiten.

Stundenlohn als Selbstständiger vs. als Angestellter

Viele Einsteiger vergleichen ihren Stundenlohn als Selbstständige mit dem Bruttolohn ihres alten Jobs. Das ist irreführend. Als Angestellter zahlt dein Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben, übernimmt Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und gibt dir 20 bis 30 Tage Urlaub bezahlt. Selbstständige zahlen alles selbst.

Faustregel: dein Stundenlohn als Selbstständiger muss mindestens das Zwei- bis Zweieinhalbfachedeines Brutto-Stundenlohns aus dem Anstellungsverhältnis betragen, damit du am Monatsende ähnlich gut dastehst. Wer als Angestellter 35 Euro pro Stunde brutto hatte, sollte als Selbstständiger nicht unter 70 bis 80 Euro pro Stunde gehen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Stundensatz als Freelancer?

Du teilst deinen gewünschten Jahresumsatz (Gewinn + Kosten + Steuer) durch die wirklich abrechenbaren Stunden im Jahr. Letztere sind viel weniger als 40 mal 52, weil Urlaub, Krankheit und unbezahlte Tätigkeiten wie Akquise oder Buchhaltung abgezogen werden müssen.

Was ist eine realistische Produktivquote?

Für die meisten Solo-Selbstständigen liegt sie zwischen 50 und 70 Prozent. Wer viel Akquise macht oder ein Produkt nebenher baut, ist eher bei 40 bis 50 Prozent. Vollausgelastete Berater mit Stammkunden kommen auf 70 bis 80 Prozent.

Wie viel kostet ein Freelancer pro Stunde?

Das hängt stark von Branche und Erfahrung ab. Typische Bandbreiten in Deutschland: Webentwicklung 70 bis 130 Euro, Design 60 bis 110 Euro, Unternehmensberatung 120 bis 250 Euro, Texter 50 bis 90 Euro. Unter 50 Euro pro Stunde lohnt sich Vollzeit-Selbstständigkeit in Deutschland kaum.

Muss ich bei Kleinunternehmer-Regelung die Steuer mitrechnen?

Nur die Einkommensteuer und Sozialabgaben, nicht die Umsatzsteuer. Im Rechner setzt du dafür das Häkchen Kleinunternehmer und die USt fällt aus der Kalkulation raus.

Wie oft sollte ich meinen Stundensatz anpassen?

Mindestens einmal pro Jahr. Inflation, gestiegene Versicherungsbeiträge und neue Software-Lizenzen fressen sonst still deine Marge auf.

Senken Pauschalen wie die Home-Office-Pauschale wirklich meinen Stundensatz?

Ja, indirekt. Pauschalen mindern dein zu versteuerndes Einkommen, ohne dass Geld abfließt. Bei 30 % Steuerquote und 1.260 € Home-Office-Pauschale sparst du etwa 378 € Steuer im Jahr, was deinen nötigen Brutto-Umsatz und damit auch deinen Mindest-Stundensatz reduziert. Trag die jährliche Pauschalensumme einfach im Rechner ein.

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